Lyrik – mein schönstes Gedicht

Herbst

Herbst

„Es ist Herbst geworden“, sagt der Kalender.
„Na und – darf ich deswegen nicht scheinen“,
kontert die Sonne und dreht voll auf.

„Das war ein Sommer zum liebhaben!
Den Wolken habe ich Grenzen aufgezeigt
und somit dem Regen den Boden entzogen,
zumindest örtlich gesehen“
frohlockt die Sonne.

„Es ist kein gut Gelingen wenn sich Kräfte
verschieben“,
sorgt sich der Herbst und sieht
auf die verdorrten Felder und dahindümpelnden
Rinnsale, die einstmals Flüsse waren.

„Ich bin keine kriegerische Jahreszeit,
ich bringe die Natur zum leuchten,
fülle Keller und Fass
und schenke der Muse Raum“.
Resignierende Gedanken und die Hoffnung
dass ihm der Winter zum Verbündeten wird
lassen den Herbst ausharren und so nutzt er
die nicht weichen wollende Wärme und schenkt
den letzten Früchten Fülle und Süße.

Doris Lauck

 

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